Sportpädagogik
Stand: Januar 2026
Im Bereich Sportpädagogik gehen wir auf alle Aspekte der Vermittlung der Inhalte ein.
Ob ein Sportler seine Trainingsinhalte versteht und akzeptiert, oder Sie sogar zu seinen eigenen Zielen macht, hängt ganz entscheidend von der „Zielabsprache“ und dem Eingehen auf die Individualität des Menschen gegenüber ab. Der Trainer ist der Berater des Sportlers – nicht dessen „Chef“. Wenn ein starkes Vertrauensverhältnis besteht, dann bilden Trainer und Sportler ein zielgerichtetes Team!
Die Vermittlungsarbeit und das Miteinander wird nach und nach auf dieser Seite beschrieben. Die Inhalte wachsen von Lehrgang zu Lehrgang – die Essenz der Lehrgänge wird hier präsentiert werden.
Ganz nach unserem Motto: „Aus der Praxis für die Praxis!“
Was ist Didaktik?
Die Sportdidaktik befasst sich mit der Theorie und Praxis des Lernens und Lehrens im Sport.
Schwerpunkte liegen hierbei in der Regel jeweils auf der Frage nach den Zielen (Wozu?), Inhalten (Was?) oder Methoden (Wie?) des Lernens und Lehrens im Sport.
Didaktik – Was?
Methodik – Wie?
Ziele (Wozu?) – Trainingsziel
Inhalte (Was?) – Trainingsinhalt
Methoden (Wie?) – Trainingsmethode
Welche Trainingsziele kennen wir?
Was soll heute im Training erreicht werden?
Welche Trainingsinhalte kennen wir?
Welche Inhalte sollen vermittelt werden?
Welche Trainingsmethoden kennen wir?
Welche Methoden werden angewandt?
Was ist zu beachten?
Mit wem habe ich es zu tun?
Wie ist der „Lernstand“?
Wie ist die „Lernumgebung“?
Vermittlung der Sporttechnik und Bewegungsablauf stehen an vorderster Stelle
Trainingskiller Nr. 1 – Langeweile!
Welche Lerntypen gibt es?
Somatisch – Lernen durch tun/Nachmachen
Auditiv – Lernen durch Reden und Agieren mit anderen (Gruppe)
Visuell – Lernen durch Beobachtung
Intellektuell – Lernen durch Nachdenken/Analysieren
Welche Fähigkeiten braucht der Trainer?
Er kennt verschiedene Wege zum Ziel.
Er kennt die Lerntypen.
Einfühlungsvermögen dafür wie der Sportler „drauf“ ist.
Lenker, Initiator, Motivator, Vorbild sein.
Rollenwechsel beherrschen!
Trainingsmethoden
- Intervallmethode (Planmäßiger Wechsel Belastung/Erholung – Zirkeltraining, Teamspiele)
- Dauerleistungsmethode (längere, gleichbleibende Belastung – Laufen, Radfahren, Schwimmen)
4-Stufen Methode
- Vorbereiten und Motivieren
- Entwicklungsstand ermitteln und beachten
- Erklären/Demonstrieren
- Nachmachen und Üben – Lernhilfen geben
- Anwenden und Abschluss – Lernkontrolle – Erfolgserlebnis
- Die Bewegung des Sportlers kann nur so gut sein wie die Bewegungsvorstellung
Methoden für Koordination
- Feinabstimmung (Krafteinsatz, Lauftempo, Laufrichtung)
- Übungen: „Schräger Ball“, Balldrippeln in Gruppe, Hallenübungen, Fangspiele
Methoden für Kopplungsfähigkeit
- Kegeln = Teilbewegungen werden Zusammengesetzt
- Übungen ohne Gerät
- Übungen mit Gerät
Methoden für Rhythmusfähigkeit
- Schrittgestaltung Anlauf
- Gehen, Laufen, Hüpfen im Takt
- Lautes Gehen, leises Gehen
- Vorwärts und rückwärts Gehen
Methoden für Gleichgewicht
- Kegeln erfordert Impulsübertragung des Armpendels zur Kugelabgabe – Bewegung muss „im Gleichgewicht“ sein.
- Gym-Pad
- Balancieren
- Auf einem Bein durch Parcours hüpfen
Lernphasen
- Grobkoordination – Starke Konzentration auf das Erlernte notwendig.
- Feinkoordination – Bewegung wird durch Störungen wieder fehlerhaft
- Feinstkoordination – Bewegung wird auch unter schweren Bedingungen beherrscht
Didaktische Prinzipien
- Motivation
- Entwicklungsstand
- Individualität
- Lebensnähe
- Fordern/Fördern
- Selbstständigkeit
- Dialog
- Zielmäßigkeit
Methodische Prinzipien
- Bewusstheit – Zielvereinbarung
- Planmäßig und System – Trainingsplan
- Anschaulichkeit – Visuelle Eindrücke
- Fasslichkeit – Sportler Begreift die Notwendigkeit
- Dauerhaftigkeit – „Am Ball bleiben“
Altersbezogen trainieren
- U10
- U14
- U18
- U23
- Aktive
- Senioren A und B
Übung: Erstelle einen altersbezogenen Trainingsplan.
Anfängerausbildung
- Alle Leistungsfaktoren müssen ausgebildet werden.
- An Wettkampf langsam heranführen.
- Training muss Spaß machen und Erfolge zeigen.
- Das Individuum achten.